Die alte Heimat des Post SV am Forsthof
Dieser Kartenausschnitt aus einem Bebauungsplan von 1955 zeigt ein Gebiet, das heute kaum wiederzuerkennen ist. Im blau markierten Bereich befand sich die ehemalige Sportanlage des Post SV „Am Forsthof“, die der Verein bis Anfang der 1970er Jahre nutzte, ehe der Umzug an das Neusurenland erfolgte.
Bemerkenswert ist vor allem das Umfeld der Anlage. Von der späteren Großsiedlung Steilshoop ist auf diesem Plan noch nichts zu sehen. Statt Hochhäusern, breiten Straßen und dichter Bebauung prägten damals Kleingartenvereine, freie Flächen und einzelne Wege das Bild. Der Hamburger Nordosten wirkte vielerorts noch beinahe ländlich.
Mitten in dieser "offenen Landschaft" lag die Sportanlage des Post SV mit mehreren Spielfeldern. Hier spielte sich über viele Jahre ein großer Teil des Vereinslebens ab. Fußball, Leichtathletik und andere Freiluftsportarten fanden am Forsthof ihre Heimat – lange bevor moderne Sportzentren entstanden. Für viele Mitglieder war das Gelände ein zentraler Treffpunkt des Vereins.
Der Plan dokumentiert damit zugleich eine Übergangszeit: Der Post SV war bereits fest im Hamburger Sportleben etabliert, befand sich aber noch in einer Umgebung, die sich kurze Zeit später grundlegend verändern sollte. Mit dem Bau der Neubausiedlung Steilshoop verschwanden nach und nach die alten Strukturen. Auch die Sportanlage „Am Forsthof“ musste dem neuen Stadtteil weichen.
Heute erinnert kaum noch etwas daran, dass sich zwischen den späteren Wohnblocks einst Fußballplätze, Laufbahnen und Kleingärten befanden. Gerade deshalb ist dieser Bebauungsplan ein interessantes Zeitdokument – nicht nur für die Geschichte des Post SV, sondern auch für die Entwicklung des gesamten Stadtteils.
Baustufenplan Bramfeld aus dem Jahr 1955