Momentaufnahmen aus den frühen 1960er-Jahren

Diese seltenen Aufnahmen gehören zu den seltenen Bilddokumenten aus den frühen Jahren des Post SV auf der altehrwürdigen Sportanlage am Forsthof. Wann genau sie entstanden sind und welcher Gegner an diesem Tag auf dem Platz stand, ist leider nicht überliefert. Vieles spricht jedoch für die frühen 1960er-Jahre. Zu sehen sein dürften auf dem obigen Foto die Post SV-Urgesteine Dieter Wendt mit der Rückennummer 4 sowie Gerd Schübel mit der Rückennummer 5.
Auch die weiteren Fotos (siehe unten) zeigen die Sportanlage am Forsthof noch in ihrer ursprünglichen Form – so, wie sie Generationen von Postlern in Erinnerung behalten haben. Die Bilder dokumentieren eine Zeit, in der der Sport ohne viel Aufwand auskam. Ein Rasenplatz, ein paar Bäume, Zuschauer direkt an der Seitenlinie und Fußball aus purer Leidenschaft. Der Forsthof war kein hochmodernes Sportzentrum, sondern ein Ort, an dem Gemeinschaft, Kameradschaft und die Freude am Sport im Mittelpunkt standen. Gerade deshalb besitzen diese Aufnahmen heute einen besonderen Wert. Sie erinnern an eine Epoche, in der vieles einfacher, vielleicht aber auch ein wenig persönlicher war. Wunderbare Fundstücke und echte Raritäten, die einen Augenblick aus der Geschichte des Post SV Hamburg bewahren. Vielleicht erkennt sich der eine oder andere auf den Fotos sogar wieder?
Mein besonderer Dank gilt Ronald Rossig, der diese großartigen Aufnahmen aus dem Nachlass seines Vaters Hartmut Rossig zur Verfügung gestellt hat. Hartmut Rossig stand viele Jahre als Stürmer für den Post SV auf dem Platz und gehörte zu jener Generation von Spielern, die die Geschichte des Vereins auf dem Forsthof mitprägten.


Die alte Heimat des Post SV am Forsthof
Dieser Kartenausschnitt aus einem Bebauungsplan von 1955 zeigt ein Gebiet, das heute kaum wiederzuerkennen ist. Im blau markierten Bereich befand sich die ehemalige Sportanlage des Post SV „Am Forsthof“, die der Verein bis Anfang der 1970er Jahre nutzte, ehe der Umzug an das Neusurenland erfolgte.
Bemerkenswert ist vor allem das Umfeld der Anlage. Von der späteren Großsiedlung Steilshoop ist auf diesem Plan noch nichts zu sehen. Statt Hochhäusern, breiten Straßen und dichter Bebauung prägten damals Kleingartenvereine, freie Flächen und einzelne Wege das Bild. Der Hamburger Nordosten wirkte vielerorts noch beinahe ländlich.
Mitten in dieser "offenen Landschaft" lag die Sportanlage des Post SV mit mehreren Spielfeldern. Hier spielte sich über viele Jahre ein großer Teil des Vereinslebens ab. Fußball, Leichtathletik und andere Freiluftsportarten fanden am Forsthof ihre Heimat – lange bevor moderne Sportzentren entstanden. Für viele Mitglieder war das Gelände ein zentraler Treffpunkt des Vereins.
Der Plan dokumentiert damit zugleich eine Übergangszeit: Der Post SV war bereits fest im Hamburger Sportleben etabliert, befand sich aber noch in einer Umgebung, die sich kurze Zeit später grundlegend verändern sollte. Mit dem Bau der Neubausiedlung Steilshoop verschwanden nach und nach die alten Strukturen. Auch die Sportanlage „Am Forsthof“ musste dem neuen Stadtteil weichen.
Heute erinnert kaum noch etwas daran, dass sich zwischen den späteren Wohnblocks einst Fußballplätze, Laufbahnen und Kleingärten befanden. Gerade deshalb ist dieser Bebauungsplan ein interessantes Zeitdokument – nicht nur für die Geschichte des Post SV, sondern auch für die Entwicklung des gesamten Stadtteils.